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ZIM-Innovationsnetzwerk 2nd Life Nachhaltige Produktentwicklung und innovative Zweitnutzung von Kunststoffprodukten

Das ZIM-Innovationsnetzwerk '2nd Life' setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft der Kunststoffindustrie. Im Fokus stehen Lösungen, die Kunststoffprodukte von Anfang an so gestalten, dass sie länger genutzt, leichter demontiert und hochwertig wiederverwertet werden können.

Damit definiert 2nd Life einen neuen Qualitätsstandard: Kunststoffprodukte sollen nicht nur funktional und wirtschaftlich überzeugen, sondern auch ressourceneffizient und verantwortungsvoll gestaltet sein. Die Enkelfähigkeit wird zum zentralen Merkmal zukunftsfähiger Produkte und verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischem Nutzen. Dieser Ansatz ist zugleich ein klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Entscheidungen sollen langfristig tragen, Umwelt und Ressourcen schonen und echten Mehrwert für kommende Generationen schaffen.

Zielsetzung des ZIM-Innovationsnetzwerkes 2nd Life

Ziel des Vorhabens ist der Aufbau eines branchenübergreifenden Innovationsnetzwerkes, in dem Unternehmen und Forschungseinrichtungen gemeinsam neue Wege für eine nachhaltige, zirkuläre Kunststoffwirtschaft entwickeln.

Die Branche steht unter großem Veränderungsdruck. Klassische lineare Wertschöpfungsmodelle stoßen an ihre Grenzen, während Initiativen wie der European Green Deal, die EU Kunststoffstrategie und neue Kreislaufwirtschaftsvorgaben die Anforderungen an Nachhaltigkeit und Transparenz verschärfen. Gleichzeitig erwarten Kundinnen und Kunden ebenso wie OEMs nachvollziehbare Materialkreisläufe, Rezyklateinsatz und Klimaverantwortung. Hier setzt 2nd Life an und verwandelt regulatorische Anforderungen in Innovationschancen.
Vor allem kleinen und mittleren Unternehmen bietet das Netzwerk einen direkten Zugang zu Forschung, Technologie und Entwicklungspartnerschaften. Die gemeinsame Arbeit an neuen Materialien, Designs und Prozessen senkt Risiken, beschleunigt Innovationen und eröffnet neue Marktpotenziale. Entscheidend ist der frühe Fokus auf Produktentwicklung: Nur wenn Materialien, Konstruktion und Design konsequent zirkulär gedacht werden, kann ein Produkt später tatsächlich ein „zweites Leben“ erhalten.

Indem 2nd Life sowohl neue enkelfähige Produkte entwickelt als auch bestehende Anwendungen optimiert, schafft das Netzwerk die Grundlage für eine moderne, kreislauforientierte Kunststoffwirtschaft. Bereits 34 Partner aus Deutschland und Spanien stärken in diesem internationalen Netzwerk ihre Wettbewerbsfähigkeit und zeigen, wie Kunststoff verantwortungsvoll und nachhaltig gestaltet werden kann – heute und für die nächsten Generationen.

Vision des Netzwerkes

Die Vision des Innovationsnetzwerks 2nd Life ist der Aufbau einer dauerhaften technologischen und organisatorischen Plattform, die den kontinuierlichen Wissensaustausch rund um nachhaltige, zirkuläre Kunststoffprodukte ermöglicht und die Entwicklung neuer enkelfähiger Produkte aktiv vorantreibt. Der Kern des Netzwerkes besteht aus kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU, < 1.000 Mitarbeitende). Diese werden durch Forschungseinrichtungen sowie größere Unternehmen (> 1.000 Mitarbeitende) als assoziierte Partner gezielt unterstützt und ergänzt.

Das Netzwerk versteht sich als langfristiger Impulsgeber für eine Kunststoffindustrie, die ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftliche Zukunftsfähigkeit miteinander verbindet.

Dabei soll die enge Kooperation der nationalen und internationalen Partner nicht nur während des Förderzeitraums, sondern weit darüber hinaus gefestigt und stetig erweitert werden. Die Einbindung weiterer Unternehmen, Forschungseinrichtungen und internationaler Stakeholder trägt dazu bei, die Innovationskraft des Netzwerkes kontinuierlich auszubauen und die Transformation der Branche gemeinsam voranzutreiben.

Durch diese nachhaltige Zusammenarbeit entsteht ein Raum, in dem nicht nur Technologien und Produkte weiterentwickelt werden, sondern auch Beziehungen, Kompetenzen und gemeinsame Strategien wachsen. 2nd Life leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einer ganzheitlichen Weiterentwicklung der Kunststoffindustrie in technischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht.

Das Netzwerk geht bewusst über die reine Demonstration von Umweltbewusstsein hinaus. Es schafft konkrete Möglichkeiten, die Wettbewerbsfähigkeit der Partnerunternehmen zu stärken, neue Märkte zu erschließen und langfristige Unternehmensverantwortung sichtbar zu leben. Die strategische Verankerung von Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz und Zweitnutzung bietet dabei nicht nur ökologische Vorteile, sondern unterstützt die Partner aktiv dabei, auf die wachsende Nachfrage nach nachhaltigen, transparenten und ethisch verantwortungsvollen Produkten zu reagieren.

Mit dieser Vision positioniert sich 2nd Life als Treiber eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems: Es stärkt die Reputation der beteiligten Unternehmen, stärkt ihre Marktposition in einem zunehmend anspruchsvollen Umfeld und trägt dazu bei, langfristig ökonomisch stabile und nachhaltige Unternehmenserfolge zu ermöglichen. Das Netzwerk schafft damit die Grundlage, Kunststoff nachhaltig neu zu denken – für die heutigen und für die kommenden Generationen.

Alle Unternehmen in der Wertschöpfungskette von der Erzeugung bis zur Endanwendung sind ideale Teilnehmer im Netzwerk 2nd Life. Wir vereinen kunststoffverarbeitende Unternehmen, Hersteller von Halbzeugen, Recyclingbetriebe sowie Entwickler modularer Produkte und neuer Materialsysteme. Ergänzt durch Forschungspartner aus Materialwissenschaft, Recyclingtechnik, Produktdesign und Nachhaltigkeitsbewertung wird die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung bis zur hochwertigen Wiederverwertung abgebildet.

Entwicklungsleitlinien in 2nd Life

Die Entwicklungsleitlinien des Innovationsnetzwerks 2nd Life bilden den strategischen Rahmen, um Kunststoffprodukte konsequent zukunfts- und kreislauffähig zu gestalten.

Leitlinie I – Enkelfähige Produktentwicklung

Die erste Leitlinie adressiert die Notwendigkeit, Kunststoffprodukte von Beginn an so zu gestalten, dass sie langlebig, modular, reparaturfähig und hochwertig recycelbar sind. Dies umfasst sowohl die Auswahl geeigneter Materialien als auch neue Konstruktionsprinzipien, die eine flexible Anpassung und Wiederverwendung ermöglichen. Bereits in der frühen Entwicklungsphase sollen Kreislauffähigkeit, Demontierbarkeit und recyclinggerechtes Design integraler Bestandteil des Produktentwurfs werden. Ergänzend werden Fertigungsprozesse gefordert, die ressourcenschonend sind und auch schwankende Qualitäten von Rezyklaten effizient verarbeiten können.

Leitlinie II – Zweitnutzung bestehender Produkte

Die zweite Leitlinie richtet den Fokus auf Produkte, die bereits am Markt bestehen. Im End-of-Life sollen deren Materialien nicht als Abfall verstanden werden, sondern als wertvolle Ressource, um die Versorgungssicherheit in einem offenen Recyclingkreislauf sicherzustellen. Dazu gehören der verstärkte Einsatz hochwertiger Sekundärrohstoffe, der Einsatz intelligenter Materialien zur Lebensdauerverlängerung sowie digitale Instrumente wie produktbegleitende Daten oder digitale Produktpässe. Fortschrittliche Sortier- und Trenntechnologien – zunehmend KI gestützt – bilden hierbei eine zentrale technische Grundlage, um bestehende Produkte wieder in qualitativ hochwertige Stoffströme zurückzuführen.

Leitlinie III – Technologien und Verfahren zur zirkulären Produktnutzung

Die dritte und letzte Leitlinie widmet sich der praktischen Nutzung zirkulärer Ansätze im Markt. Moderne Technologien wie Additive Fertigung sollen neue Upcycling Potenziale erschließen, indem Rezyklate als Ausgangsmaterial für neue, individualisierte Produkte genutzt werden. Gleichzeitig sollen innovative Geschäftsmodelle wie „Product as a Service“ Anreize schaffen, Produkte langlebig und reparaturfreundlich zu entwickeln. Wiederverwendbarkeit kann so zu einem wichtigen wirtschaftlichen Erfolgsfaktor werden. Ergänzend soll die gesellschaftliche Akzeptanz für zweitgenutzte Produkte gestärkt werden – etwa durch digitale Produktgeschichten, die Transparenz schaffen und emotionale Wertbindung fördern.

Werden Sie Netzwerkpartner!

  • Sie sind ein KMU (< 500 Mitarbeiter, < 50 Mio. EUR Jahresumsatz, < 43 Mio. EUR Jahresbilanzsumme) oder eine F&E Einrichtung (assoziierte Partner)?
  • Sie haben innovative Ideen, die Sie bisher nicht umsetzen konnten?
  • Sie wollen Ihre Innovationen durch nicht rückzahlbare Fördergelder finanzieren lassen?
  • Sie suchen Partner für die Umsetzung Ihrer Ideen oder zur Erschließung neuer Absatzmärkte?
  • Ihre Technologiekomponenten und Ihre Geschäftsausrichtung passen in unser Portfolio?

Dann lassen Sie sich fördern!
Wir unterstützen die gesamte Antragsstellung und die Förderadministrationen.

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WAS WIRD GEFÖRDERT?

Die Fördersäule ZIM-Innovationsnetzwerke unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, gemeinsam mit Partnern innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen zu entwickeln. Gefördert werden sowohl das Netzwerkmanagement (z. B. ZIM-IN) als auch die Initiierung und Entwicklung gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsprojekte (z. B. ZIM-SOLO, ZIM-KOOP). Unternehmen erhalten Zugang zu neuen Partnern, gebündeltem Know-how und Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung innovativer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen.

Was ist ein ZIM-Innovationsnetzwerk?

Ein ZIM-Innovationsnetzwerk ist ein Zusammenschluss von mindestens sechs kleinen und mittleren Unternehmen, die gemeinsam mit weiteren Partnern, etwa Forschungseinrichtungen, Hochschulen oder anderen Organisationen, an neuen Technologien, Produkten oder Verfahren arbeiten. Ziel ist es, Innovationsideen gemeinschaftlich zu entwickeln und daraus konkrete Forschungs- und Entwicklungsprojekte abzuleiten. Das Netzwerk wird dabei durch ein Netzwerkmanagement koordiniert, das die Zusammenarbeit organisiert und die Entwicklung neuer Projektideen unterstützt.

Das Netzwerkmanagement – Kunststoff-Institut Lüdenscheid

Das Netzwerkmanagement wird von der KIMW Management GmbH (KIMW-M) durchgeführt. Sie unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung neuer Projektideen, der Identifizierung geeigneter Förderprogramme sowie bei der Antragstellung und Umsetzung gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Ziel ist es, Unternehmen miteinander zu vernetzen, Innovationspotenziale zu erschließen und Kooperationen zwischen Industrie und Forschung gezielt zu fördern.

Die langjährige Erfahrung im Netzwerkmanagement zeigt sich auch durch den Aufbau diverser Netzwerke. So arbeiten in den ZIM‑Innovationsnetzwerken der KIMW‑M Unternehmen und Forschungseinrichtungen branchenübergreifend an gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Unternehmen profitieren dabei von einem strukturierten Zugang zu Förderprojekten, neuen Kooperationspartnern und der gemeinsamen Entwicklung innovativer Technologien und Produkte. Ergänzend organisiert das Netzwerkmanagement Workshops und Bildungsangebote für die Mitglieder.

Aus den bisherigen Netzwerken sind zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte entstanden, aus denen neue Technologien, Verfahren und Produkte hervorgegangen sind. Viele dieser Entwicklungen wurden erfolgreich in industrielle Anwendungen überführt und tragen zur Stärkung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen bei.

Das Netzwerkmanagement gehört zum Kunststoff-Institut Lüdenscheid. Dabei fungiert das Institut als Bindeglied und Know-how-Geber zwischen der grundlagenbasierten Hochschulforschung und den Industrieunternehmen, indem marktnahe, vorwettbewerbliche Innovationen im Rahmen der industriellen Forschung zur Marktreife entwickelt werden. Das Cluster „Kunststoff-Institut Lüdenscheid“ ist zudem ein stetig wachsendes, auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes und ausschließlich durch Industriemittel getragenes Netzwerk. Für seine professionelle Clusterorganisation wurde das Kunststoff-Institut Lüdenscheid mit dem Gold Label für Cluster Management Excellence ausgezeichnet - einer europaweit anerkannten Qualitätsauszeichnung für exzellentes Clustermanagement.

So entsteht eine leistungsfähige Plattform, die Unternehmen dabei unterstützt, neue Technologien, Produkte und Verfahren zu entwickeln und erfolgreich in den Markt zu bringen.

Nutzen und Vorteile für Netzwerkpartner

  • Sicherung Ihrer Innovationsfähigkeit
  • Einfacher Zugang zu Fördermitteln sowie zu überregionalen und internationalen Projekten
  • Nutzung von Synergien durch gemeinsame Entwicklungsprojekte
  • Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit
  • Reduzierung von FuE-Kosten
  • Minimierung individueller Entwicklungsrisiken
  • Entlastung von Formalitäten durch die Anleitungen des Netzwerkmanagements
  • Unterstützung bei der Erschließung neuer Märkte
  • Ausbau und Weiterentwicklung von Innovationsstrategien über den eigenen Tellerrand hinweg
  • Realisation von bisher nicht umsetzbaren innovativen Ideen und Projekten

FÖRDERUNG UND ABLAUF

Nach der 18-monatigen Phase 1 folgt die Förderphase 2, deren Dauer und Förderquoten je nach Ausrichtung des Netzwerks variieren:

Für internationale Netzwerke ist die Laufzeit der Phase 2 auf 36 Monate ausgelegt. Hier werden die Netzwerkmanagementkosten in Phase 2 mit einer Förderquote von 80 % im ersten, 60 % im zweiten und 40% im dritten Jahr gefördert. Die spezifischen Förderquoten ermöglichen eine zielgerichtete Unterstützung, angepasst an die jeweiligen Anforderungen nationaler und internationaler Projekte.

Kosten je Teilnehmer für die zweite Phase werden, abhängig von der Teilnehmeranzahl, voraussichtlich bei ca. 2.500 € liegen pro Laufzeitjahr liegen.

Phase 1: 01.01.2026 – 30.06.2027
Phase 2: 01.07.2027 – 30.06.2030

KONTAKT UND ANSPRECHPARTNER

Jan Tinz
Telefon +49 151 2143 6489
tinz@kimw.de

Ludger Wüller
Telefon +49 151 4073 1861
wueller@kimw.de

Pia Burandt
Telefon +49 160 6048 454
burandt@kimw.de

Kunststoff-Institut Lüdenscheid

KIMW Management GmbH
Karolinenstraße 8
58507 Lüdenscheid
Deutschland
Tel: 0 23 51 - 1064 191
Fax: 0 23 51 - 1064 190
E-Mail: mail@kimw.de

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